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Besuch der Kanzlei Clifford Chance in Frankfurt/Main

Am Mittwoch, dem 08. Februar 2012, reisten 24 neugierige mainzer Jurastudenten im Rahmen eines ELSA-Law-Events in die Finanzmetropole Frankfurt am Main, um der Großkanzlei „Clifford Chance“ einen Besuch abzustatten.

Empfangen wurden wir freundlich mit Kaffee, Tee und Gebäck von Dr. Oliver Kronat, einem der Partner im Bereich Structured Finance. Es folgte eine umfassende Einführung in die Strukturen der Kanzlei, die 1987 in London gegründet wurde und heute Standorte in 29 Ländern hat. In Deutschland ist „Clifford Chance“ in Frankfurt, Düsseldorf und München vertreten und zählt mit 3.200 Rechtsberatern zu einer der größten LLPs (Limited Liability Partnership) weltweit. Dr. Oliver Kronat betonte die hohe Qualität der Kanlzei und versicherte uns, dass es aufgrund der Teamfähigkeit, die zu den wichtigsten Eigenschaften der „Clifford Chance“-Anwälte gehöre, keine Ellebogengesellschaft gebe.

Auch zum Thema Frauenquote in der Kanzlei hatte Dr. Kronat positive Neuigkeiten zu vermelden: Zur Zeit seien zwar 40% der Associates Frauen, aber leider nur 16% Partner. Aus diesem Grund hat sich die Kanzlei zum Ziel gesetzt, den Anteil der weiblichen Partner auf ein Drittel zu erhöhen. Um dies zu ermöglichen wurde bereits ein kanzleieigener Kindergarten namens „Kids Chance“ eröffnet, in dem die Kinder aller Mitarbeiter bis 20 Uhr betreut werden können.

Als nächstes präsentierte uns Dr. Lars Laeger aus dem Bereich M&A Corporate eine Übersicht zum Thema Unternehmenskauf oder wie es in der Fachsprache heißt „M&A“ (Mergers and Acquisitions). Es fielen viele Fremdwörter wie „Share Deal“, „Asset Deal“ und „Due Diligence“, wo manch 2. und 3. Semestler nur noch Bahnhof verstand, aber Dr. Lars Laeger beantwortete geduldig all unsere Fragen, sodass wir den Verlauf eines Unternehmenskaufs im Endeffekt doch ein wenig nachvollziehen konnten.

Nach dieser schweren Kost führte uns Christoph Crützen aus dem Bereich Intellectual Property dahin, wo sonst kein Mandant und man als Student höchstens als Praktikant hinkommt: in die persönlichen Büros der Anwälte. Dazu ging es vom 22. in den 26. Stock (welch Aussicht über die frankfurter Skyline!), wo wir nicht nur leger gekleidete junge Anwälte bei der Arbeit, sondern auch manch ausgefallenes Büro, u.a. eines mit einer respektablen Anzahl an E-Bässen bestückt, bestaunen durften.

Im Anschluss gab es noch ein schmackhaftes Dinner in Buffetform mit einigen Anwälten der Kanzlei. Dieses wurde für persönliche Gespräche und für den Austausch von Visitenkarten genutzt. Vielleicht sieht man demnächst den ein oder anderen Teilnehmer als Praktikant bei „Clifford Chance“…

Spaß gemacht hat der Kanzleibesuch allemal!

 

ein Kommentar von Martina Lipke